So, liebe Leserinnen und Leser – die Fragestellung der Anonymen Alkoholiker sind nur minimal verändert worden – Änderungen sind kursiv gekennzeichnet – dann macht mal alle den Test – ehrlich und nicht schummeln!
Und: Gebt ihn an Freunde und Bekannte weiter. Vielleicht sind ja mehr betroffen als ich und ihr ahnt! ;-)
Ob Sie Architekt-iker sind und ob Ihnen das Programm und die Lebensweise der Anonymen Architekt-iker helfen können, müssen Sie selbst entscheiden. Niemand aus der Gemeinschaft der AA kann Ihnen diese Entscheidung abnehmen.
Hier sind einige der Fragen, die uns gestellt wurden und deren ehrliche Beantwortung uns geholfen hat, unsere Krankheit zu akzeptieren. Mit Hilfe der Gemeinschaft der AA bauten wir unser neues Leben auf.
Sind Sie Architekt-iker?
und
Was können die Anonymen Architekt-iker für Sie tun?
Bitte versuchen Sie, auf die nachstehenden Fragen ehrlich zu antworten. Denken Sie daran, dass es keine Schande ist, ein gesundheitliches Problem zu haben. Erst wenn Sie dieses Problem erkannt haben, werden Sie eine Lösung dafür finden.
Haben Sie jemals versucht, für eine Woche oder für einen bestimmten Zeitraum mit dem übermäßigen Arbeiten aufzuhören? Ja/Nein
Die meisten von uns nahmen sich oft vor, nicht mehr so viel zu arbeiten. Wir machten unseren Angehörigen, Freunden und Freizeitpartnern ernst gemeinte Versprechungen. Wir legten feierliche Gelübde ab. Nichts half, bis wir endlich den Weg zu den AA fanden. Von da an nahmen wir uns Zeit, versprachen nichts, weder uns selbst noch anderen. Wir konzentrierten uns nur darauf, heute den Computer aus zu lassen, für vierundzwanzig Stunden nichts zu arbeiten. Wir hatten an diesem Tag Freizeit.
Haben Sie sich über die Ratschläge anderer geärgert, die Sie veranlassen wollen, mit dem vielen Arbeiten aufzuhören? Ja/Nein
Viele Menschen versuchen, dem Problemarbeiter zu helfen. Aber die meisten Architekt-iker ärgern sich über die mehr oder minder gut gemeinten Ratschläge, wenn es um ihr Arbeitsverhalten geht. Die AA erwarten von keinem Menschen, dass er ihren Rat annimmt. Wenn wir gefragt werden, berichten wir über unsere eigenen Erfahrungen und geben ein paar praktische Anregungen für ein Leben ohne Arbeitsstreß.
Haben Sie jemals versucht, durch einen Wechsel von einem Architekturbüro zu einem anderen Ihr Arbeitsverhalten unter Kontrolle zu bringen? Ja/Nein
Wir waren immer auf der Suche nach einem ungefährlichen Arbeitskonzept. Wir wechselten vom Star-Büro zum kleinen jungen Büro oder zum Bauträger. Wir setzten unsere Hoffnung auf Ausführungsplanung und arbeiteten nur noch „an Details„. Wir wurden Bauleiter, statt die gefährlichen Wettbewerbe zu bearbeiten. Wir versuchten sogar, nur zu bestimmten Zeiten zu arbeiten. Aber mit welchem Rezept wir es auch versuchten, am Ende waren wir wieder unweigerlich überarbeitet.
Haben Sie während des letzten Jahres schon beim Aufstehen an das Projekt gedacht? Ja/Nein
Die meisten von uns sind aus eigener Erfahrung überzeugt, dass die Antwort auf diese Frage einen fast sicheren Hinweis gibt, ob jemand noch „normal“ arbeiten kann, oder ob er schon auf dem Wege ist, Architekt-iker zu werden.
Beneiden Sie Menschen, die arbeiten können, ohne in Schwierigkeiten zu kommen? Ja/Nein
Offensichtlich können Millionen Menschen arbeiten, ohne sich selbst oder anderen damit zu schaden. Haben Sie sich nicht schon manchmal gewundert, warum bei Ihnen der Genuss von Arbeit oft eine Kette von schrecklichen Folgen nach sich gezogen hat?
Ist das Arbeiten für Sie im vergangenen Jahr zu einer nach und nach immer schwerer zu lösenden Frage geworden? Ja/Nein
Medizinische Untersuchungen beweisen, dass der Architekt-ismus eine fortschreitende Krankheit ist. Für Menschen, die einmal die Kontrolle über ihr Arbeitsverhalten verloren haben, wird das Arbeitsproblem immer schwieriger und verschwindet nie wieder. Dem Architekt-iker bleiben nur zwei sich gegenseitig ausschließende Möglichkeiten: Entweder er arbeitet oder er enthält sich zeit seines Lebens der Überarbeitung im Büro in jeder Form. Die Wahl zwischen den beiden Möglichkeiten ist einfach, meinen wir.
Haben Sie durch Ihr Arbeitsverhalten zu Hause Schwierigkeiten? Ja/Nein
Viele Architekt-iker behaupten, nur wegen ihrer häuslichen Schwierigkeiten zu viel zu arbeiten. Wir wissen aber aus Erfahrung, dass solche Schwierigkeiten nie durch unser unkontrolliertes Arbeiten gelöst werden. Im Gegenteil, sie werden nur schlimmer.
Versuchen Sie bei gesellschaftlichen Anlässen einige Architekturgespräche „außer der Reihe“ zu bekommen, wenn das Angebot an Themen beschränkt ist? Ja/Nein
Wenn wir bei solchen Gelegenheiten unbedingt anwesend sein mussten, pflegten wir uns vorher zu „stärken“, d.h. so spät wie möglich aus dem Büro zu kommen. Wir versuchten uns auch mehr zu unterhalten, als uns der Gastgeber zugedacht hatte. Zur Not konnten wir uns aus dem Smalltalk über Kunst und Kultur, unserer stillen Reserve, selbst versorgen. Hinterher gestatteten wir uns noch einige ausschweifenden Erläuterungen – gewissermaßen als Belohnung.
Sind Sie trotz gegenteiligen Beweises nach wie vor der Meinung, aus eigenem Willen mit dem übermäßigen Arbeiten aufhören zu können, wenn und wann immer Sie wollen? Ja/Nein
Bei Problemarbeitern scheint die Selbsttäuschung eine natürliche Sache zu sein. Die meisten von uns Anonymen Architekt-ikern haben wiederholt versucht, ohne fremde Hilfe mit dem übermäßigen Arbeiten aufzuhören. Geschafft haben wir es nie.
Haben Sie durch Ihr Arbeitsverhalten im vergangenen Jahr zeitweise Ihre Privatleben versäumt? Ja/Nein
Als wir noch übermäßig arbeiteten und tagelang unsere Freizeit versäumten, gaben wir alle möglichen Leiden als Entschuldigung für unser Fernbleiben an. In Wirklichkeit betrogen wir uns selbst: Wir schoben die Folgeprojekte vor und konnten oder wollten den wahren Grund, die Architekten-Krankheit, nicht erkennen.
Ist Ihnen während des Arbeitens schon mal der „Film gerissen“, fehlte Ihnen am Tag danach die Erinnerung an ein paar Stunden? Ja/Nein
Solche Gedächtnislücken tauchen immer wieder als Schwerpunkte in den Erfolgsgeschichten Anonymer Architekt-iker auf. Nachdem wir uns zu unserer Krankheit bekannt haben, wissen wir heute viel über die wirkliche Not, in der wir waren, als wir „abgeschaltet“ hatten und ohne Verantwortung handelten.
Hatten Sie jemals das Gefühl, mehr aus Ihrem Leben machen zu können, wenn Sie nicht mehr übermäßig arbeiten würden? Ja/Nein
Ihre Schwierigkeiten können die Anonymen Architekt-iker Ihnen nicht abnehmen, die müssen Sie selbst lösen. Ist die Arbeit aber Ihr Problem, mit dem Sie allein nicht fertig werden, wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie ohne Gedächtnislücken, Katzenjammer, Gewissensbisse und Selbstmitleid – den Folgeerscheinungen übermäßigen Arbeitens – ein neues Leben führen können.
Wer einmal zum Architekt-iker geworden ist, bleibt Architekt-iker für sein ganzes Leben. Wir AA lassen die „erste Skizze“ liegen, deren Genuss unweigerlich den Anfang des erneuten Abstiegs für jeden von uns bedeuten würde. Jeder Architekt-iker, der es schafft, jene oft zitierten erste Skizze liegen zu lassen, wird mit sich und dem Leben wieder fertig. Familiäre, berufliche und finanzielle Schwierigkeiten lassen sich lösen, wenn man stressfrei arbeitet. Erfolg, Glück und Zufriedenheit stellen sich nach und nach ein.
Lassen Sie uns noch einmal auf die vorstehenden Fragen und Ihre Antworten zurückkommen. Wir hoffen, Sie haben so ehrlich wie möglich geantwortet. Wie oft mussten Sie das JA ankreuzen?
Sollten Sie viermal oder noch öfter mit JA geantwortet haben, scheinen Sie durch Ihr Arbeitsverhalten in einer schwierigen Lage zu sein, die ein schnelles Handeln von Ihnen fordert.
Warum sagen wir das? Weil die Erfahrung vieler Anonymer Architekt-iker uns einige grundsätzliche Erkenntnisse über Wesen und Verhalten des Problem-Arbeiters vermittelt hat und weil wir uns selbst und das Arbeitsproblem kennen.
Nur Sie allein können sagen, ob Sie Architekt-iker sind und ob die AA etwas für Sie tun können. Sollten Sie darauf mit JA antworten, zeigen wir Ihnen gern, wie wir es geschafft haben, die „erste Skizze“ liegen zu lassen und mit dem übermäßigen Arbeiten aufzuhören.
Sollten Sie aber noch nicht zugeben können, dass Ihr übermäßiges Arbeiten für Sie ein Problem ist und die Arbeit Sie in eine schwierige Lage gebracht hat, dann machen wir Ihnen den Vorschlag, diesem Problem Ihre ständige Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Gemeinschaft der Anonymen Architekt-iker wird Ihnen immer offen stehen, wenn Sie unsere Hilfe brauchen, denn:
Ich bin verantwortlich …
wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft,
möchte ich, dass die Hand der AA immer ausgestreckt ist,
denn: Ich bin verantwortlich!
Und – geil oder!?!!
Als nächstes sind natürlich die Angehörigen an der Reihe mit der Fragestellung:
Sind Sie Co-Architekt-iker